Sitzung 01-2026
Rückblick auf die Januar-Sitzung
Wesentliche Sitzungspunkte waren:
Bürgerfragestunde
Es wurden keine Fragen oder Anliegen aus der Bevölkerung vorgetragen.
Ausbau der Haltestelle „Am Bahndamm“
Zum Antrag auf vollständigen Ausbau der Richtungshaltestelle „Am Bahndamm“ im Ortsteil Mölkau wurde der entsprechende Verwaltungsstandpunkt vorgestellt. Demnach befindet sich die Möglichkeit eines Flächentausches weiterhin in Prüfung. Der Ortschaftsrat nahm den Verwaltungsstandpunkt zur Kenntnis.
Ankauf von Flächen für einen zukünftigen Sportpark
Ausführlich beraten wurde der Antrag des Ortschaftsrates zum Ankauf von Flächen für einen zukünftigen Sportpark in Mölkau. Als Gast berichtete Jens Januschewski, stellvertretender Vorsitzender des SV Mölkau 04, über die aktuelle Platz- und Trainingssituation des Vereins. Diese sei weiterhin äußerst angespannt, Trainingszeiten seien überwiegend auf die Nachmittags- und Abendstunden bis 22 Uhr beschränkt.
Trotz der – aufgrund von Mängeln verzögerten – Fertigstellung des Kunstrasenplatzes müsse der Verein weiterhin auf externe Trainingsmöglichkeiten bei anderen Vereinen, unter anderem beim SV Brehmer, ausweichen. Ein dort angebotenes, seit längerer Zeit ungenutztes Fußballfeld könne nur mit hohem finanziellem Aufwand reaktiviert werden. Die notwendigen Sanierungsarbeiten, einschließlich Sozialbau etc., würden rund eine Million Euro kosten und seien für den Verein nicht realisierbar.
Auch frühere Gespräche mit der Stadt Leipzig über eine zeitweise Nutzung des Tartanplatzes auf dem Schulgelände, die bereits vor der Corona-Pandemie geführt wurden, hätten aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen zu keiner Einigung geführt. Januschewski wies zudem darauf hin, dass das Vereinsgelände zwar nahezu pachtfrei von der Stadt überlassen werde, Instandhaltungen und größere Investitionen – zuletzt der Einbau einer neuen Heizungsanlage – jedoch vom Verein selbst zu tragen seien.
Die Errichtung eines neuen Sportparks an der Engelsdorfer Straße bezeichnete er als ideale Lösung. Die veranschlagten Kosten von mindestens fünf Millionen Euro stellten jedoch selbst bei einer Förderung von 50 Prozent durch das Land, 40 Prozent durch die Stadt und einem Eigenanteil von zehn Prozent eine kaum zu bewältigende Hürde dar. Zusätzlich sei die persönliche Haftung von drei Vorstandsmitgliedern gemäß § 26 BGB angesichts der bereits bestehenden Risiken nicht mehr tragbar.
Der Ortschaftsrat erklärte, unabhängig von offenen Finanzierungs- und Haftungsfragen weiter für die Realisierung eines Sportparks werben zu wollen, da langfristig keine Alternative gesehen werde. Der Verwaltungsstandpunkt wurde zur Kenntnis genommen.
Sachstand Geithainer Brücke
Zur Anfrage zum Sachstand Geithainer Brücke nahm der Ortschaftsrat die schriftliche Antwort des Dezernates Stadtentwicklung und Bau zur Kenntnis. Mit Bedauern wurde festgestellt, dass der Brückenneubau und die damit verbundene Verkehrsentlastung voraussichtlich erst nach 2030 zu erwarten sind. Der Ortschaftsrat sieht die Situation am Bahnübergang Zweinaundorfer Straße weiterhin als gefährlich an und hält eine kurzfristige Verbesserung für erforderlich. Ortschaftsrat Rümmler kündigte an, die CDU-Fraktion zu informieren und eine zeitnahe Sanierung des Übergangs zu beantragen.
Ergänzende Richtlinie zur Vergabe der Brauchtumsmittel
Einstimmig beschloss der Ortschaftsrat eine ergänzende Richtlinie zur Vergabe der Brauchtumsmittel der Ortschaft Mölkau. Diese regelt unter anderem, dass Anträge bis zum 28. Februar eines jeden Jahres beim Ortschaftsrat einzureichen sind. Antragsteller müssen in der Märzsitzung persönlich anwesend sein, um Zweck und Ziel ihres Antrages vorzustellen. Die Entscheidung über die Vergabe erfolgt anschließend in nichtöffentlicher Sitzung. Weitere Regelungen betreffen die Abrechnung über die Stadt Leipzig, jährliche Sachstandsberichte sowie die Veröffentlichung ausgewählter Vereinsberichte im Ortsblatt. Die neuen Regelungen treten ab dem Jahr 2026 in Kraft.
Bericht des Ortsvorstehers
Der Bericht des Ortsvorstehers wurde auf das Gemeindeblatt vom Dezember 2025 verwiesen.
Anfragen und Informationen
In der kommenden Sitzung am 17. Februar wird das Stadtplanungsamt die bisherigen Ergebnisse zur Ortschaftsstrategie vorstellen. Im vergangenen Frühjahr fand dazu im Ratssaal eine Veranstaltung statt, bei der über das Vorhaben zur Entwicklung einer Ortschaftsstrategie für alle 14 eingemeindeten Ortsteile informiert wurde. Interessierte Bürger konnten an der Diskussion teilnehmen und Vorschläge einreichen.
Erneut thematisiert wurde die mangelhafte Zustellung des Leipziger Amtsblattes. Betroffene Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, nicht erfolgte Lieferungen telefonisch unter 0341 2181-5425 oder per E-Mail an amtsblatt-vertriebsbeschwerden@leipzig.de zu melden. Haushalte mit Werbeverbotshinweis am Briefkasten erhalten das Amtsblatt grundsätzlich nicht; auf Wunsch kann jedoch ein entsprechender Aufkleber angefordert werden.
Neujahrsempfang 2026
Der Ortschaftsrat beschloss einstimmig, für Ausrichtung des Neujahrsempfangs 2026 einen Betrag in Höhe von 3.000 Euro aus den Brauchtumsmitteln bereitzustellen.


